Altstadt (Hoan Kiem)
Die Altstadt überwältigt die Sinne auf eine Art, die Hanoi für Erstbesucher so unvergesslich macht. Mittelalterliche Gassen, kaum breit genug für ein Motorrad, quellen über vor Straßenhändlern, die alles von Nudeln bis zu Plastikstühlen anbieten, und jede historische Straße war einst auf einen einzigen Handel spezialisiert. Die Seidenstraße handelt noch immer mit Seide, die Silberstraße noch immer mit Silber. Der Hoan-Kiem-See bildet den Mittelpunkt des Viertels, seine Ufer rahmen den Tempel des Jadenberges und werden abends zum Treffpunkt der Einheimischen. Phở-Restaurants ducken sich an jede Ecke, Dampf steigt aus riesigen Töpfen, Gäste sitzen gebeugt über ihren Schalen auf Plastikhockern am Bürgersteig. Der Lärmpegel ist von 6 Uhr morgens bis Mitternacht hoch, Motorradhörner, Rufe der Händler und Baustellenlärm erzeugen ein konstantes städtisches Rauschen, das für schlafempfindliche Reisende Ohropax erfordert. Frühe Morgenstunden vor 7 Uhr wirken merklich ruhiger und zeigen den eigentlichen Rhythmus des Viertels, bevor die Touristenmassen erwachen. Der chaotische Verkehr macht eine ernsthafte Beaufsichtigung von Kindern unerlässlich, denn das Queren der Straßen zwischen Motorrädern erfordert volle Aufmerksamkeit. Die Intensität erschöpft manche Familien und beflügelt andere, aber hier erlebt man ungefiltert das echte Hanoi auf eine Weise, die aufgeräumtere Viertel nie bieten können.
Tipps
- Der Lärmpegel ist von 6:00 bis 23:00 Uhr hoch, Ohropax sind hilfreich
- Der Verkehr ist chaotisch, Kinder unbedingt beaufsichtigen
- Frühe Morgenstunden (vor 7:00 Uhr) sind merklich ruhiger
- Restaurants haben offene Fronten, ihr seid Teil des Straßenlebens