Pekings große Sehenswürdigkeiten halten, was sie versprechen, von der bewaldeten Bergkulisse rund um die Mutianyu-Mauer mit ihrer Seilbahn bis zu den Pandas im Pekinger Zoo, die zu Recht Massen anziehen. Für ein Essen, das schon seit 1864 Gäste sättigt, serviert die Quanjude-Filiale am Qianmen die berühmteste Pekingente der Stadt in einem weitläufigen historischen Saal, in dem das Tranchieren am Tisch zum Erlebnis gehört. Die ruhigere Seite Pekings findet ihr in der Guozijian-Straße nahe dem Konfuziustempel, einer Fußgängergasse, die sich anfühlt wie aus einem anderen Jahrhundert und keinen Eintritt kostet. Richtet Alipay vor der Anreise ein, denn die Stadt läuft fast komplett auf digitalen Zahlungen, Bargeld bringt euch selten weiter. Der Peking-Guide von FamiVentura bietet 15 Empfehlungen pro Kategorie, 2-Tages- und 5-Tages-Reisepläne, einen Vierteführer und einen Survival-Guide für eine Stadt von monumentaler Größe, die mit Kindern zugänglicher ist, als sie zunächst wirkt.
Wo man übernachtet und wie sich jedes Viertel anfühlt
Chaoyang Park
Wer dieses Viertel zum ersten Mal betritt, ist sofort von seiner Dimension überwältigt. Mit knapp 290 Hektar prägt der Chaoyang Park das Stadtbild und den Alltag der Familien, die hier leben. Im Herzen des Parks liegen zwei Seen, wo ihr im Sommer Fahrräder und Mehrsitzer-Tretboote mieten oder beim Tai-Chi-Üben der Einheimischen zusehen könnt. Die umliegenden Wohntürme bieten moderne Apartments mit Parkblick, und trotz der hohen Bebauungsdichte wirkt das ganze Viertel grüner und ruhiger als das Pekinger Zentrum. Expat-Familien zieht es hierher, wenn sie die Bequemlichkeit der Großstadt wollen, ohne das Gefühl, auf einer Dauerbaustelle zu wohnen. Kinderwagentaugliche Wege führen um den gesamten Park, und die Fahrgeschäfte beschäftigen ältere Kinder stundenlang.
Fahrräder und Mehrsitzer-Tretfahrzeuge lassen sich per WeChat Pay an den Kiosken am Parkeingang mieten, ¥60-300 pro Stunde je nach Kapazität
Wochentags morgens ist der Freizeitpark am leersten. Die einzelnen Fahrgeschäfte kosten ¥5-15
Das Südtor des Parks nahe Tuanjiehu hat den größten Spielplatz und mehrere Cafés, ideal für Eltern mit kleinen Kindern
Central convenientQuiet residentialDraußenParksKinderwagen geeignet
Sanlitun
Sanlitun ist der Punkt, an dem Pekings Energie ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Entlang der Taikoo Li, dem offenen Einkaufszentrum, das das Viertel prägt, passiert ihr koreanische Beautyshops, internationale Restaurants und einen nicht abreißenden Strom von Expats in Businesskleidung. Abends explodiert die Gegend in Bars und Clubs, tagsüber ist sie Sportzentrum und Einkaufsmeile. Das Kerry Hotel hier führt einen ernstzunehmenden Kinderclub, und einige Blocks von der Bar Street entfernt wohnen Familien in ruhigeren Wohntürmen, die im CBD arbeiten oder eigene Unternehmen führen. Die Restaurantvielfalt ist in der ganzen Stadt ungeschlagen. Die Logistik ist unkompliziert: Die U-Bahn-Station Dongsishitiao liegt an der Linie 2, und der Chaoyang Park ist ein 15-minütiger Fußweg entfernt, für den unvermeidlichen Moment elterlicher Erschöpfung.
Tipps
Den Kinderclub des Kerry Hotels unbedingt im Voraus buchen, wenn ihr dort übernachtet, er gilt als eine der besten Betreuungsoptionen in Peking
Mittags oder am frühen Abend in den Nali Patio-Restaurants essen, dann ist es ruhiger und entspannter für Kinder
Zum Südeingang des Chaoyang Parks gehen, wenn der urbane Trubel zu viel wird
Trendy creativeCentral convenientEssenEinkaufen
Lido
Lido wirkt wie ein eigens gebautes Expat-Viertel, was es im Grunde auch ist. Es war Pekings erste auf Ausländer ausgerichtete Wohngegend, und die Infrastruktur spricht für sich. Hier wird tatsächlich Englisch gesprochen. Internationale Schulen häufen sich im Viertel (Eton International, International Academy of Beijing), was es zur ersten Wahl für Familien macht, die mit schulpflichtigen Kindern umziehen. Der Si'de Park hat einen kleinen, gepflegten Spielplatz, eine Eislaufbahn und einen Angelteich. In der Gastronomie dominieren koreanische, amerikanische und europäische Küche. Das Lido Deli und Jenny Lou's sind die Rettungsanker, wenn ihr westliche Lebensmittel braucht. Der Kompromiss liegt in der Lage: Das Viertel liegt zwischen zwei U-Bahn-Stationen (Liangmaqiao und Sanyuanquiao), beide jeweils 10-15 Minuten zu Fuß vom zentralen Wohnbereich entfernt. Es ist weniger hektisch als Chaoyang, dafür etwas vorstädtisch. Viele Familien bleiben hier jahrelang, weil man nach dem Einleben kaum einen Grund hat, das Viertel zu verlassen.
Tipps
Gleich zu Beginn bei Jenny Lou's oder Lido Deli vorbeischauen, die beste Anlaufstelle für westliche Lebensmittel und vertraute Marken
Den Airport Express ab Sanyuanquiao für Flüge nutzen, deutlich schneller und zuverlässiger als ein Taxi zur Stoßzeit
Die Eislaufbahn im Si'de Park ist täglich geöffnet, aber vorher telefonisch die Zeiten bestätigen: (86) 10-64322263
Quiet residentialKinderwagen geeignetParks
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Shunyi
Wer nördlich der Stadt fährt, findet in Shunyi eine Ansammlung umzäunter Wohnanlagen und Einfamilienhäuser, die größtenteils von internationalen Schulfamilien bewohnt werden. Die Deutsche Schule, die Canadian International School und Harrow sind alle hier vertreten, was die Sache erklärt. Das Viertel ist auf das Auto ausgelegt, nicht auf Fußgänger. Grünflächen sind gemeinschaftliche Bereiche innerhalb der Anlagen. Restaurants abseits von Kettenrestaurants konzentrieren sich rund um Schulen oder Einkaufszentren. Für Familien, die Platz schätzen (die Gärten sind echte Gärten, keine Innenhöfe), internationale Bildung und ein ruhigeres Tempo suchen, ist Shunyi die logische Wahl. Die Fahrt ins Stadtzentrum dauert je nach Verkehr 30 bis 45 Minuten. Wer im CBD arbeitet oder abends die Innenstadt erkunden will, hat es schwer. Dreht sich das Leben hingegen um Schule, Expat-Veranstaltungen und Familienwochenenden, gewöhnt man sich an Shunyi erstaunlich schnell.
Drinnen
Draußen
Einkaufen
Lehrreich
Tipps
Sofort einer Expat-Gemeinschaftsgruppe über die Wohnanlage oder die internationale Schule beitreten. Diese Netzwerke sind unverzichtbar für Dienstleistungen und das soziale Leben
Für Fahrten ins Stadtzentrum lieber Ride-Sharing-Apps (Didi) als Taxis nutzen, die Preise sind berechenbarer und die Sprachbarriere geringer
Wochenendausflüge mit der Familie vorausplanen, da spontane Ess- und Aktivitätsoptionen in unmittelbarer Umgebung begrenzt sind